Schulsozialarbeit an der Eichenbachschule Eggebek – Jörl

„Professionelles Handeln ist, die Schatten der eigenen Profession zu sehen,

zu reflektieren und andere Professionen zu respektieren!“
(Prof. Dr. rer. pol. Georg Kortendiek – Braunschweig, Fakultät Soziale Arbeit)

In diesem Sinne ist eine aktive Qualitätsentwicklung für ein achtsames Gesamtmiteinander ebenso unerlässlich wie das Bewusstsein, dass viele verschiedene Leuchter Lebensräume deutlich effektiver erhellen, um so Sinnhaftigkeiten und Sicherheit vermitteln zu können …

Unser Begleiter- und Betreuungsteam an den beiden Standorten der Eichenbachschule besteht aus 26 Personen im Alter von 18–66 Jahren. Dabei denken wir nicht in Zuständigkeiten, sondern in Verantwortung, wodurch die Aufgabenfelder nicht abgegrenzt, sondern ausgefüllt werden!

In unserem Alltag als Schulsozialarbeiter gibt es zum einen die Ebene im Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern sowie deren Familien und zum anderen die Ebene der multiprofessionellen Kooperationen. Um aus solchen „Spannungsfeldern“ ein „Magnetfeld“ zu machen, bedarf es Engagement, wechselseitigem Vertrauen und Beziehungsarbeit.

 

Ein Grundprinzip der systemischen Betrachtungsweise ist, dass der Betroffene der Experte ist – dementsprechend können sich die Heranwachsenden an unserer Schule bei Gesprächsbedarf aus der Vielzahl der Akteure „ihre“ Vertrauensperson aussuchen. Wir konnten schon häufig feststellen, dass sich Kinder zu unterschiedlichen Themen an jeweils andere Personen wenden.

Jeder Begleiter ist grundsätzlich einer Jahrgangsstufe zugeteilt – Feinjustierung oder „Spezialaufgaben“ finden im Austausch mit den Klassenlehrern statt. Aber auch bei geplanten Aktionen wie Klassentrainings, Ausflügen, Projektaktivitäten oder Sportereignissen bilden wir mit den jeweiligen Lehrkräften gerne Teams. Diese können der Einteilung nach Jahrgangsstufen entsprechen oder individuell zusammen gestellt werden.

Vorwort

Kindheit ist bei weitem nicht immer kinderleicht, die Lebenssituationen häufig kein Kinderspiel, Helfersysteme leiden noch immer an Kinderkrankheiten, und sowohl das Gezerre um Stunden als auch das Wegschieben von Zuständigkeiten wirken dagegen kindisch und deplatziert…

Integration bedeutet aber MITEINANDER, soll Alltag und kein Kraftakt sein …

Widersprüchlicherweise mussten im bisherigen System bedürftige Kinder zunächst stigmatisiert werden, um dann mit erwachsener Unterstützung in die Gemeinschaft der Gleichaltrigen integriert zu werden oder um einer Ausgrenzung vorzubeugen.

 

Die Pädagogische Insel der Eichenbachschule Eggebek arbeitet seit 15 Jahren in einem großen Aufgabenbogen, der seit jeher Früh- und Inseldienst, Projektangebote und Klassentrainings, Hausaufgaben- und Mittagsbetreuung und die OGS-Nachmittagskurse umspannt.

2018 hat sich die Eichenbachschule dann erfolgreich für das Pool-Modell des Kreises beworben, wodurch sich dieser Schirm um das weiteres Aufgabenfeld „permanente Unterrichtsbegleitung“ vergrößerte.

Seitdem sind wir in Eggebek und Jörl in einer Entwicklungsbewegung, die zunächst Mut und Kraft zu Veränderungen benötigte, uns nun aber Raum zur Verwirklichung vieler Ideen gibt.

Weg
Poolmodell Eichenbachschule

Unser pädagogisches Konzept hat das Angebot dahingehend verändert, dass die Akteure vor Ort den Hilfebedarf wahrnehmen und zeitnah berücksichtigen. Langfristig angelegte Maßnahmen und spontane Akutfälle finden nebeneinander Berücksichtigung. Auch wenn es durch ein Strukturraster eine vorgegebene Grobeinteilung der Helfer und ihrer Stunden gibt, wird der Einsatz auch immer flexibel, individuell und maßgeschneidert stattfinden können.

In der Akzeptanz der Vielfalt soll es für jedes Kind möglich sein, die Unterstützung eines Begleiters zu bekommen, ohne dass es einer Diagnose oder/und eines langen Planungsweges bedarf. Denn ein sogenanntes „Special-Need“ kann z. B. auch bedeuten, dass das Kind nur einen kurzfristigen oder gar nur einmaligen Bedarf hat.

Durch zeitnahes Agieren kommt es immer mehr zu einer Aktionsverschiebung zugunsten der Prävention. Von diesem Anspruch ausgehend, sollen bis zu 2/3 der Betreuungsstunden fallunspezifisch stattfinden.

Unser individuelles Modell soll als ein Gerüst und nicht als Korsett verstanden werden, in dem eine Ausgewogenheit zwischen Planungssicherheit und Flexibilität vorzufinden ist.

Alle beteiligten Ebenen innerhalb der Eichenbachschule Eggebek-Jörl und die zuständigen Ansprechpersonen der Kooperationspartner haben sich bereits im Vorfeld zur wirksamen Unterstützung des Projektes im Sinne der Grundidee verpflichtet.

Vorteile für die Kinder, Lehrer und Eltern

Planungssicherheit für alle Beteiligten, bei flexiblerer Stundennutzung!

keine Stigmatisierung!

Kindern und Eltern bleibt das Gefühl des Versagens erspart

◦ denn Diagnosen sind nicht länger als „Türöffner“ notwendig

Erfolge können somit ohne wirtschaftliche Nachteile benannt werden

Es besteht keine Gefahr mehr, dass Kinder in Maßnahmen „gehalten“ werden; einzig die Schulung zum selbstorganisierten Handeln macht Sinn

zeitnahe, unkomplizierte Hilfe ohne bürokratischen Aufwand!

niedrigschwellige, breitgestreute Hilfsangebote!

alle Beteiligten haben die Gewissheit eines schnell reagierenden Helferpools.

Möglichkeit von Schwerpunkt-Beschulung und Projekten! (auch klassenübergreifend!)

bei der Schwerpunktausrichtung und auch bei personellen Einteilungen wird auf die Hinweise und Wünsche der jeweiligen Lehrkräfte eingegangen

Vorteile für das gesamte Betreuer und Begleiterteam

attraktive, planungssichere Arbeitsplätze

Teambuilding durch Absprachen, Reflexion und Kooperationen

Eingebundensein in das System statt „Einzelkämpfertum“,

bedeutet für das betreuende Personal, eine mehrwegige Unterstützungskultur aufzubauen

Beratung und Akutunterstützung in Ausnahmesituationen

Aufbau einer Beratungslandschaft/multikompetentes Gesamtsystem

effektive Nutzung von Erfahrungen/Spezialisierungen

effiziente Nutzung von alternativem Bildungsmaterial und räumlichen Ressourcen

regelmäßige interne und externe Fortbildungen

begleitete Qualitätsentwicklung mit festem Mitarbeiterstamm

Das Tätigkeitsfeld wird weiterhin folgende Aufgaben umfassen

Unterstützung bei der Teilhabe am Unterricht

Aufbau von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten

Hilfestellung und Vorleben situationsgerechter Kommunikation

Hilfe bei der Integration in die Klassengemeinschaft

Aufbau von Selbstorganisation, eigenständigem Lernen und Arbeiten

Unterstützung beim Benutzen von Arbeitsmaterialien

medizinisch-pflegerische Unterstützung

Begleitung bei Ausflügen, Klassenfahrten und schulischen Veranstaltungen

Zuhörer und Vertrauensperson in problematischen Situationen sein

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